Sterbender Politiker wird von der Antifa angegriffen.

Ein sterbender Politiker wird in seinem Haus von der Antifa angegriffen.
Martin Hebner im Bundestag
Martin Hebner im Bundestag (Foto vom 07.06.2019) – Quelle: Focus online – imago images / Christian Spicker

Man stelle sich mal vor, ein Politiker der CDU, SPD, FDP, der Linken oder der Grünen wäre so schwer erkrankt, dass er zu Hause bei seiner Familie im Sterben liegen würde. Und man stelle sich vor, Anhänger der AfD würden mit Schmierereien und Flyern sein Haus angreifen, ihn und seine Familie beschimpfen und diffamieren. Das wäre doch ein unfassbar niederträchtiger Vorgang, der durch die Medien wie ein Lauffeuer verbreitet und verurteilt würde. Es würden wieder Rufe nach einem Verbot der AfD laut und die Täter würden mit Sonderermittlern gesucht und dingfest gemacht.

Die zuvor beschriebenen Angriffe gibt es tatsächlich, nur handelt es sich bei dem Sterbenden nicht um einen Politiker der Altparteien. Es handelt sich um Martin Hebner (61), der seit 2017 für die AfD im Bundestag sitzt. Er hat einen nicht heibaren Hirntumor und hat nur noch wenige Tage zu leben. Er wartet in Dießen am Ammersee im Beisein seiner Familie auf den unausweichlichen Tod.
Nun hat er wieder Besuch von der, den Linken nahestehenden Antifa bekommen, die Zettel an seine Hauswand geklebt haben, die eine Person zeigen, die dem Schwarzen Block zuzuordnen ist. Auf dem Zettel steht „Warm anziehen“. Wer seine Empathie und seinen Anstand in der Corona-Krise nicht komplett verloren hat, kann sich wahrscheinlich vorstellen, wie die Familie unter diesen feigen Angriffen leidet. Jetzt hat sie sich mit dem folgenden Statement an die Öffentlichkeit gewendet.

Unser Vater und Ehemann Martin Hebner wird sterben.

Es wird sich hier auch nurmehr um Tage handeln. Seinen nun etwas mehr als ein Jahr währenden Kampf gegen einen Hirntumor wird er verlieren. Die Situation in unserer Familie ist entsprechend mit Trauer erfüllt. Tatsächlich gab es nun auch in der näheren Vergangenheit Vorfälle, die diese Trauer auch mit Angst verbunden haben. Dabei geht es uns nicht um die Angst ein Familienmitglied zu verlieren. Wir haben Angst um unsere Mutter und unseren todkranken Vater seine letzten Tage unbehelligt zu verbringen.

Wir haben lange gehadert, diese Zeilen zu schreiben. Im Grunde ist uns jegliche Couleur der Politik in diesen Tagen vollkommen egal. In einer Situation wie dieser werden andere Themen wichtiger. Aber die letzten Attacken auf das Haus in dem ein Mensch im Sterben liegt, zwingen uns nun einen Apell zu veröffentlichen.
Zur Erklärung: es ist nun schon seit vielen Monaten bekannt, dass unser Vater einen Hirntumor hat und an diesem sterben wird. Dennoch lassen die Attacken auf ihn und sein Haus auch in den letzten Monaten nicht nach. Nachdem er seine erste Hirn-Operation überstanden hat und wieder erste Schritte selbstständig gehen konnte, wurde er am Abend auf offener Straße attackiert. Hierbei ging es nicht um schlichtes Pöbeln, sondern um einen Mann mit einem Knüppel, der auf einen von Krankheit gezeichneten Menschen einschlägt. Kommentar der Polizei war doch keine Anzeige zu erstatten, da dies zum einen wenig bringe und zum anderen im Zweifel zu noch mehr Aggression führen würde. Zu diesem Zeitpunkt hat sich unser Vater schon längst von jedweder politischen Bühne zurückgezogen. Wir haben es nicht öffentlich gemacht, da für uns Ruhe und Sicherheit viel wichtiger sind als ein Fingerzeig auf Teile unserer Gesellschaft.

Heute Nacht hatte mein Vater wieder mal Besuch von der Antifa. Unter den Fenstern eines sterbenden Menschen, wurden Warnungen mit dem Titel „warm anziehen“ und dem Konterfei einer dem schwarzen Block wahrscheinlich nahestehender Person an das Haus geklebt. Drohungen dieser Art mögen auf viele andere harmlos wirken. Auf Menschen, die Tag und Nacht neben dem Bett eines Sterbenden wachen, hat das eine ganz andere Wirkung. Drohungen dieser Art verbreiten Angst in einer Zeit, wo es möglich sein sollte, sich von einem Vater zu verabschieden. Es wird einem Menschen gedroht, der nun wahrlich auch für die Antifa kein Ziel mehr sein sollte.

Warum aber wird in unserer Gesellschaft so etwas toleriert? Warum erheben sich in so einer Situation keine Kollegen aus dem Bundestag auch anderer Parteien um Situationen wie diese anzuprangern. Steht die richtige Parteicouleur inzwischen über Werten, die eigentlich für jeden Mensch selbstverständlich sein sollten? Warum unterstützt die Exekutive hier nicht und rät stattdessen zur Untätigkeit? Was sind das für Menschen, die die Familie eines Sterbenden bedrohen und dem Sterbenden nicht ein paar letzte schmerzlose Tage lassen? Wo ist die empörte Reaktion von Medien?

Tatsächlich erhoffen wir keine Antwort auf unsere Fragen. Wir bitten aber um Eines: Lasst unseren Vater und Ehemann in Frieden sterben und streut in diesem Haus nicht noch mehr Angst.“

Was für ein widerliches Pack hat sich mittlerweile in Deutschland breit gemacht. Auch, wenn noch nicht mit absoluter Sicherheit um Angriffe der Antifa-Aktivisten handelt, fehlt mir jegliche Vorstellung dazu, wer solche abscheulischen Schweinereien sonst begehen könnten.
Ja, auch Politiker, Medien und die Justiz zähle ich zu diesem widerlichen Pack, weil in diesem Fall alle wegschauen. Selbst der Focus greift dieses Thema mit einer nicht angebrachten Gelassenheit auf und spielt sogar noch einen Angriff, der auf offener Straße gegen Hebner erfolgte, als eine private Auseinandersetzung herunter.
Wäre Martin Hebner in der CDU, hätte er es beim Focus auf die Titelseite geschafft, aber da er ja „nur“ ein AfD-Politiker ist, wird er nur beiläufig erwähnt.

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