Empörte Stimmen zur Flutkatastrophe.
Ich habe mal wieder einen Hals und eine unglaubliche Wut über unsere Berufsversager der Regierung und der kommunalen Behörden. Die Politik hat schon wieder kläglich versagt! Das ist eigentlich nichts Neues und kommt in Deutschland täglich und überall vor. Jetzt hat dieses Versagen aber Menschenleben gekostet. Bis heute sind durch die Flutkatastrophe 4 Feuerwehrleute und über 170 Einwohner der betroffenen Orte in Deutschland ums Leben gekommen. Das hätte verhindert werden können, denn der Deutsche Wetterdienst hat bereits 4 Tage vor der Flut gewarnt und auch alle zuständigen Stellen über die möglichen Auswirkungen informiert.
Der Deutsche Wetterdienst hat frühzeitig über die Handy-Apps Katwarn und Nina gewarnt. Die Katastrophenbeauftragten in den Landkreisen wurden sogar mit der Darstellung von Computermodellen informiert. Man wusste also ganz genau, was auf die Menschen zukommt und was in den gemeldeten Orten passieren kann. Leider hat dieses Frühwarnsystem nicht funktioniert.
Bereits im September 2020 gab es einen groß angelegten „Warntag“, der aber auch komplett in die Hose ging. Viele Sirenen funktionierten nicht und die Warn-Apps für Handy waren noch lange nicht so verbreitet wie heute. Aber auch heute nutzen nur etwa 9 Millionen Menschen die App Katwarn. Das ist natürlich viel zu wenig.
Man hatte im September 2020 erkannt, dass viele Sirenen nicht ausgelöst werden konnten, weil sie schlicht und einfach nicht angeklemmt waren. Das muss man sich mal vorstellen, da werden Sirenen für tausende von Euros auf Dächern und hohen Masten installiert und die werden dann einfach nicht angeschlossen. Aber nicht nur, dass die Sirenen nicht angeschlossen waren, man hatte sogar im Vorfeld hunderte Sirenen abgebaut, weil die Menschen sich dadurch gestört fühlten. Diese Schlampereien der Behörden haben nun Menschenleben gekostet.
Aber es sind nicht nur die Sirenen, die versagt haben, es sind die Verantwortlichen, die für den Katastrophenschutz zuständig sind. Wahrscheinlich haben sie alle in der Flutnacht in ihren Betten gelegen und geschlafen. Wie sonst ist es zu erklären, dass die Menschen nicht frühzeitig und ortsnah über Lautsprecherwagen der Feuerwehr und der Polizei gewarnt wurden? Sie fahren ja auch bei Demonstrationen durch die Straßen und fordern die Menschen auf, Abstand zu halten und Masken zu tragen.
Wie ist es zu erklären, dass die Sendeanstalten des ÖR Rundfunks keine ordentlichen Warnungen ausgegeben haben? Eine angestammte Aufgabe des WDR ist es, die Menschen über besondere Ereignisse zu informieren. Dazu gehören natürlich auch bevorstehende Katastrophen. Auch der WDR war über den DWD über die Schwere der Unwetter informiert und hat trotzdem nicht mehr getan, als nach den Nachrichten seine Wettermännchen das Wetter erklären lassen. Nichts von eindringlichen Warnungen und Hinweisen, dass die Menschen ihre Häuser verlassen und sich in höhere Gebiete zurückziehen sollen.
Die Regierung, die Behörden, die kommunalen Verwaltungen und auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk haben völlig versagt und deshalb sind wesentlich mehr Menschen gestorben, als es mit den entsprechenden Warnungen gegeben hätte.
Die beiden folgenden Videos von Frank Hannig und dem Wetter-Experten Karsten Brand zeigen eindrücklich, die Wut und Verärgerung über die dilettantische Organisation und koordination der zuständigen Stellen bei dieser Jahrhundertkatastrophe.
Rechtsanwalt Frank Hannig: 4 Tage vor den Fluten lagen sowohl der Bundesregierung als auch dem Deutschen Wetterdienst die Flutwarnungen vor! Passiert ist nichts!
Wetter-Experte Karsten Brandt von der BILD-Zeitung kritisiert: Man habe weder vor dem Jahrhundert-Hochwasser gewarnt noch gut auf die Todesflut reagiert. Gut gelaufen sei gar nichts.
Bei N-TV fragt man sich gerade, wie man den Menschen erklären könnte, was die verschiedenen Sirenentöne für eine Bedeutung haben. Da frage ich mich doch, was diese Leute für ein Wissen aufweisen und welche Kompetenz sie haben, um überhaupt ihr Publikum im TV zu informieren. Es ist mittlerweil 55 Jahre her, dass ich zur Schule gegangen bin, aber ich kann mich trotzdem noch gut daran erinnern, dass man uns Kindern damals schon die Bedeutung der Sirenentöne beigebracht hat. Wenn das heute nicht mehr gelehrt wird, sollte man sich spätestens jetzt mal Gedanken darüber machen.
Aber auch die Jungen Dummen können sich im Internet darüber informieren, wie eine Sirene, mit welchen Tonfolgen die Menschen vor Gefahren warnt. Man kann es sich sogar auf YouTube mit Ton ansehen.
Aber das nutzt natürlich nur etwas, wenn die Sirenen angeschlossen sind.
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